Traditionelles Horsemanship: Training, wie es sich Pferde wünschen

Was meint eigentlich Horsemanship & Life? In meinen Horsemanship-Kursen geht es um einen fairen, fachlich fundierten und freundlichen Umgang mit dem Pferd. Dabei setze ich als TGT®-Premium-Trainerin immer wieder Elemente der TGT Bodenschule & Reiten ein (The Gentle Touch®: anerkannte Schulungs- und Lehrmethode nach Peter Kreinberg für eine feine Kommunikation und eine einfühlsame Reittechnik zwischen Mensch und Pferd).
Doch die Lösung vieler Schwierigkeiten beim Reiten ist oft in unserer allgemeinen Lebenshaltung und -einstellung zu finden. Gedanken, Impulse und Handlungen in diesem sehr persönlichen Bereich sensibel anzustoßen, ist Teil meiner Kurse. Die Arbeit mit Pferden bietet uns einen feinsinnigen Schlüssel zu uns selbst und unserem Leben. Umgekehrt dient die Arbeit an uns selbst auch immer der großen Verantwortung, die wir für die psychische und körperliche Gesundheit unserer Pferde tragen.


Pferde sind nicht zum Reiten geboren...

... darum ist es für die gesundherhaltende Arbeit mit dem Pferd unerlässlich, seine Natur und das darauf aufbauende WIE, WANN, und WARUM des feinen, pferdegerechten Reitens zu verstehen.
In meinem Unterricht ist es mir wichtig, genau dieses fachlich fundierte Wissen im Sinne und zum Wohle der Pferde zu vermitteln – dazu gehört u.a.:

  • Hintergrundwissen sowohl über Verhalten und Psyche des Pferdes als auch des Reiters und das Zusammenwirken beider.
  • Das Verständnis, die eigene Idee zur Idee des Pferdes werden zu lassen. Nicht durch Zwang oder Druck, sondern über Motivation und sinnvoll aufeinander aufbauendem Pferdetraining.
  • Das Erlangen einer Verständigungsgrundlage zwischen Pferd und Mensch, die auf Körpersprache und Tastsinn-(Hilfen) basiert. Die Hilfen sind als immer wiederkehrende, bewusste Berührungen am Pferd zu verstehen, die sich an seiner Natur orientieren. Das eigene Gefühl für den Tastsinn wird dafür geschult.
  • Hintergrundwissen über die Biomechanik und muskuläre Zusammenhänge von Pferd und Mensch.
  • Hintergrundwissen über das einheitliche Ziel aller Reitweisen: Die Balance des Reitpferdes und der Einfluss des Reiters darauf über Körpersprache und Tastsinn.
  • Das Verstehen guter Führung – denn durch gute Führung gewinnt man das Vertrauen des Pferdes.
  • Das Entwickeln von „tierischer“ Empathie: Wie fühlt sich mein Pferd? Warum reagiert es so? Mit dieser Sensibilisierung für das Empfinden des Pferdes lassen sich Missverständnisse zwischen Vier- und Zweibeiner vermeiden bzw. auszuräumen – für weniger Angst und Vertrauensverlust beim Pferd sowie Unsicherheit und Ärger beim Menschen.
  • Das Verinnerlichen bzw. „Automatisieren“ dieser Kenntnisse, um in Gefahrensituationen „automatisch“ korrekt und beständig reagieren zu können. Nur so kann man für die Sicherheit von Pferd, Umfeld und auch sich selbst Sorge tragen.

Fühle dein Pferd. Verstehe dein Pferd. Reite bewusst und korrekt.

Pferde fühlen, erleben, verstehen und erlernen – das ist für mich die Basis des Reitens im Einklang. Im gemeinsamen Training mit Pferd und Mensch lege ich deshalb auch großen Wert darauf, dass meine Schüler zum Beispiel eine ehrliche Anlehnung gefühlt oder von hinten nach vorne durchfließende Hilfen erlebt und die Bedeutung eines unabhängigen, weichen Reitersitzes verstanden haben, um harmonisch mit ihrem Pferd zu arbeiten.

Eine derart feine Verständigung mit dem Pferd erfordert eine klare Wahrnehmung von sich selbst und auch von seinem Vierbeiner: Bin ich mental und muskulär losgelassen, so dass auch mein Pferd losgelassen unter und mit mir arbeiten kann? Wann muss ich wie auf mein Pferd einwirken, um die gewünschte Reaktion zu erhalten? Mein Fokus liegt auf Takt und Timing, Balance und Bewusstsein... Es ist mein Ziel, die Einwirkung des Reiters zu verfeinern, die Motivation und Durchlässigkeit des Pferdes zu verbessern sowie das Körpergefühl des Pferd-Reiter-Paares zu schulen.

Diese vier Leitlinien sind Grundelemente der Horsemanship & Life-Kurse:

1. Traditionelles Horsemanship – Werte und Einstellungen
In meinen Horsemanship-Kursen arbeiten wir an einer guten Beziehung zwischen Pferd und Reiter. Ich unterstütze meine Schüler dabei, ihre Pferde zu verstehen und sich verständlich zu machen – die Basis für jede weitere Zusammenarbeit zwischen Pferd und Mensch. Eben die Idee des Reiters zur Idee des Pferden zu lassen... Ein weiterer Bestandteil der Beziehungsarbeit ist der konstruktive Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Angst und Ärger.

2. Der Reitersitz – locker und in Balance
Die Qualität eines jeden Reiters, unabhängig ob Western-, Dressur- oder Springreiter, hängt neben vielen weiteren Fähigkeiten von einem ausbalancierten und durchlässigen Sitz ab. Ein sensibles Körpergefühl und die präzise sowie lockere Koordination kleinster Muskeln und Bewegungseinheiten werden in meinen Kursen mit viel Feingefühl immer wieder verinnerlicht.

3. Die Hilfengebung – fein und bewusst
Ziel ist es, aus einem balancierten Sitz heraus agieren zu können, um eine bewusste Hilfengebung zu etablieren. Wichtig ist hierbei, die Biomechanik des Pferdes zu kennen und die Zusammenhänge zwischen Pferdebewegung und feiner Einwirkung zu verstehen

4. Die Schulung der Sinne – achtsam und mit Gefühl
Sehen, fühlen und hören lernen: Die Bewegungen, den Rhythmus, den Takt und die Balance zwischen dem Pferd und sich erfahren, erfühlen und erlernen. Eins sein mit dem Pferd.

Die Horsemanship-Kurse können, ganz nach Wunsch, verschiedene Themenschwerpunkte wie beispielsweise Bodenarbeit, Doppellongenarbeit, Trailtraining, gesunderhaltende Gymnastizierung, leichtes Reiten an feinen Hilfen uvm. beinhalten. Diese können auch individuell besprochen werden.
Herzlich willkommen sind sowohl (Wieder-)Einsteiger, Nachwuchsreiter als auch Freizeit- und Turnierreiter aus allen Sparten des verantwortungsvollen Reitens.

Eine Teilnahme mit Lehrpferd ist nach Absprache möglich.

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